Amsterdam oder Istanbul: Welches Klima?
Amsterdam (Niederlande) hat den Klimatyp „Gemäßigtes Seeklima“, während Istanbul (Türkei) den Klimatyp „Mediterranes Klima mit heißem Sommer“ hat — nach der Klassifikation von Köppen-Geiger.
Die hier verglichenen Werte sind Klimanormalen, berechnet über 86 vollständige Kalenderjahre von 1940 bis 2025 auf Grundlage der ERA5-Reanalysen des Copernicus-Programms. Für Amsterdam und Istanbul gelten dieselbe Methode und derselbe Zeitraum.
Istanbul ist im Jahresmittel um 4,6 °C wärmer als Amsterdam: 14,5 °C gegenüber 9,9 °C.
In Amsterdam fällt mehr Niederschlag als in Istanbul: 751 mm pro Jahr gegenüber 697 mm.
Istanbul verzeichnet im Mittel 9,5 Sonnenstunden pro Tag, gegenüber 7,8 Stunden in Amsterdam.
Amsterdam hat sich zwischen 1940 und 2025 um +1,9 °C erwärmt, Istanbul dagegen um +1,6 °C. Amsterdam erwärmt sich damit schneller als Istanbul. Beide Trends sind statistisch signifikant.
Amsterdam verzeichnet im Mittel 2 heiße Tage (≥ 30 °C) und 43 Frosttage pro Jahr; Istanbul verzeichnet 3 und 5.
Daten aus den ERA5-Reanalysen (Copernicus Climate Change Service), weiterverbreitet unter der Lizenz CC-BY 4.0. Die Klimanormalen werden bei jeder Aktualisierung des Archivs neu berechnet.
| Indikator | Amsterdam | Istanbul | Differenz |
|---|---|---|---|
| Mittlere Tagestemperatur | 9,9 °C | 14,5 °C | +4,6 °C |
| Mittleres Tagesmaximum | 13,0 °C | 16,8 °C | +3,8 °C |
| Mittleres Tagesminimum | 6,9 °C | 12,5 °C | +5,6 °C |
| Jahresniederschlag | 751 mm | 697 mm | -54 mm |
| Sonnenschein / Tag | 7,8 Std. | 9,5 Std. | +1,7 Std. |
| Heiße Tage (≥ 30 °C) | 2 T/Jahr | 3 T/Jahr | vernachlässigbar |
| Frosttage (< 0 °C) | 43 T/Jahr | 5 T/Jahr | -38 T/Jahr |
| Regentage (≥ 1 mm) | 147 T/Jahr | 105 T/Jahr | -42 T/Jahr |
| Mittlere relative Luftfeuchte | 82 % | 76 % | -6 % |
| Mittlerer Spitzenwind | 21,3 km/h | 21,4 km/h | vernachlässigbar |
Eine Differenz wird nur dann angegeben, wenn sie die Auflösung der Daten übersteigt. ERA5 ist eine Reanalyse auf einem Gitter von etwa 31 km: Zwei nahe beieinander liegende Städte fallen oft in dieselbe Zelle, und unterhalb eines halben Grades liest man das Gitter, nicht das Klima.