Amsterdam oder München: Welches Klima?
Amsterdam (Niederlande) hat den Klimatyp „Gemäßigtes Seeklima“, während München (Deutschland) den Klimatyp „Feuchtes Kontinentalklima mit warmem Sommer“ hat — nach der Klassifikation von Köppen-Geiger.
Die hier verglichenen Werte sind Klimanormalen, berechnet über 86 vollständige Kalenderjahre von 1940 bis 2025 auf Grundlage der ERA5-Reanalysen des Copernicus-Programms. Für Amsterdam und München gelten dieselbe Methode und derselbe Zeitraum.
Amsterdam ist im Jahresmittel um 1,0 °C wärmer als München: 9,9 °C gegenüber 8,9 °C.
In München fällt mehr Niederschlag als in Amsterdam: 940 mm pro Jahr gegenüber 751 mm.
München hat sich zwischen 1940 und 2025 um +2,4 °C erwärmt, Amsterdam dagegen um +1,9 °C. München erwärmt sich damit schneller als Amsterdam. Beide Trends sind statistisch signifikant.
Amsterdam verzeichnet im Mittel 2 heiße Tage (≥ 30 °C) und 43 Frosttage pro Jahr; München verzeichnet 5 und 90.
Daten aus den ERA5-Reanalysen (Copernicus Climate Change Service), weiterverbreitet unter der Lizenz CC-BY 4.0. Die Klimanormalen werden bei jeder Aktualisierung des Archivs neu berechnet.
| Indikator | Amsterdam | München | Differenz |
|---|---|---|---|
| Mittlere Tagestemperatur | 9,9 °C | 8,9 °C | -1,0 °C |
| Mittleres Tagesmaximum | 13,0 °C | 13,0 °C | vernachlässigbar |
| Mittleres Tagesminimum | 6,9 °C | 5,1 °C | -1,8 °C |
| Jahresniederschlag | 751 mm | 940 mm | +189 mm |
| Sonnenschein / Tag | 7,8 Std. | 8,1 Std. | vernachlässigbar |
| Heiße Tage (≥ 30 °C) | 2 T/Jahr | 5 T/Jahr | vernachlässigbar |
| Frosttage (< 0 °C) | 43 T/Jahr | 90 T/Jahr | +47 T/Jahr |
| Regentage (≥ 1 mm) | 147 T/Jahr | 155 T/Jahr | +8 T/Jahr |
| Mittlere relative Luftfeuchte | 82 % | 77 % | -5 % |
| Mittlerer Spitzenwind | 21,3 km/h | 14,9 km/h | -6,4 km/h |
Eine Differenz wird nur dann angegeben, wenn sie die Auflösung der Daten übersteigt. ERA5 ist eine Reanalyse auf einem Gitter von etwa 31 km: Zwei nahe beieinander liegende Städte fallen oft in dieselbe Zelle, und unterhalb eines halben Grades liest man das Gitter, nicht das Klima.