Berlin oder Genf: Welches Klima?
Berlin (Deutschland) hat den Klimatyp „Feuchtes Kontinentalklima mit warmem Sommer“, während Genf (Schweiz) den Klimatyp „Feuchtes Kontinentalklima mit warmem Sommer“ hat — nach der Klassifikation von Köppen-Geiger.
Die hier verglichenen Werte sind Klimanormalen, berechnet über 86 vollständige Kalenderjahre von 1940 bis 2025 auf Grundlage der ERA5-Reanalysen des Copernicus-Programms. Für Berlin und Genf gelten dieselbe Methode und derselbe Zeitraum.
Berlin ist im Jahresmittel um 0,6 °C wärmer als Genf: 9,2 °C gegenüber 8,6 °C.
In Genf fällt mehr Niederschlag als in Berlin: 1.405 mm pro Jahr gegenüber 606 mm.
Genf verzeichnet im Mittel 8,9 Sonnenstunden pro Tag, gegenüber 7,5 Stunden in Berlin.
Genf hat sich zwischen 1940 und 2025 um +3,0 °C erwärmt, Berlin dagegen um +2,4 °C. Genf erwärmt sich damit schneller als Berlin. Beide Trends sind statistisch signifikant.
Berlin verzeichnet im Mittel 6 heiße Tage (≥ 30 °C) und 75 Frosttage pro Jahr; Genf verzeichnet 2 und 100.
Daten aus den ERA5-Reanalysen (Copernicus Climate Change Service), weiterverbreitet unter der Lizenz CC-BY 4.0. Die Klimanormalen werden bei jeder Aktualisierung des Archivs neu berechnet.
| Indikator | Berlin | Genf | Differenz |
|---|---|---|---|
| Mittlere Tagestemperatur | 9,2 °C | 8,6 °C | -0,6 °C |
| Mittleres Tagesmaximum | 12,7 °C | 12,9 °C | vernachlässigbar |
| Mittleres Tagesminimum | 5,8 °C | 4,5 °C | -1,3 °C |
| Jahresniederschlag | 606 mm | 1.405 mm | +799 mm |
| Sonnenschein / Tag | 7,5 Std. | 8,9 Std. | +1,4 Std. |
| Heiße Tage (≥ 30 °C) | 6 T/Jahr | 2 T/Jahr | vernachlässigbar |
| Frosttage (< 0 °C) | 75 T/Jahr | 100 T/Jahr | +25 T/Jahr |
| Regentage (≥ 1 mm) | 127 T/Jahr | 161 T/Jahr | +34 T/Jahr |
| Mittlere relative Luftfeuchte | 77 % | 78 % | vernachlässigbar |
| Mittlerer Spitzenwind | 17,7 km/h | 9,6 km/h | -8,1 km/h |
Eine Differenz wird nur dann angegeben, wenn sie die Auflösung der Daten übersteigt. ERA5 ist eine Reanalyse auf einem Gitter von etwa 31 km: Zwei nahe beieinander liegende Städte fallen oft in dieselbe Zelle, und unterhalb eines halben Grades liest man das Gitter, nicht das Klima.