Genf oder Kapstadt: Welches Klima?
Genf (Schweiz) hat den Klimatyp „Feuchtes Kontinentalklima mit warmem Sommer“, während Kapstadt (Südafrika) den Klimatyp „Mediterranes Klima mit warmem Sommer“ hat — nach der Klassifikation von Köppen-Geiger.
Die hier verglichenen Werte sind Klimanormalen, berechnet über 86 vollständige Kalenderjahre von 1940 bis 2025 auf Grundlage der ERA5-Reanalysen des Copernicus-Programms. Für Genf und Kapstadt gelten dieselbe Methode und derselbe Zeitraum.
Kapstadt ist im Jahresmittel um 7,7 °C wärmer als Genf: 16,3 °C gegenüber 8,6 °C.
In Genf fällt mehr Niederschlag als in Kapstadt: 1.405 mm pro Jahr gegenüber 539 mm.
Kapstadt verzeichnet im Mittel 10,9 Sonnenstunden pro Tag, gegenüber 8,9 Stunden in Genf.
Genf hat sich zwischen 1940 und 2025 um +3,0 °C erwärmt, Kapstadt dagegen um +0,8 °C. Genf erwärmt sich damit schneller als Kapstadt. Beide Trends sind statistisch signifikant.
Genf verzeichnet im Mittel 2 heiße Tage (≥ 30 °C) und 100 Frosttage pro Jahr; Kapstadt verzeichnet 0 und 0.
Daten aus den ERA5-Reanalysen (Copernicus Climate Change Service), weiterverbreitet unter der Lizenz CC-BY 4.0. Die Klimanormalen werden bei jeder Aktualisierung des Archivs neu berechnet.
| Indikator | Genf | Kapstadt | Differenz |
|---|---|---|---|
| Mittlere Tagestemperatur | 8,6 °C | 16,3 °C | +7,7 °C |
| Mittleres Tagesmaximum | 12,9 °C | 18,7 °C | +5,8 °C |
| Mittleres Tagesminimum | 4,5 °C | 14,4 °C | +9,9 °C |
| Jahresniederschlag | 1.405 mm | 539 mm | -866 mm |
| Sonnenschein / Tag | 8,9 Std. | 10,9 Std. | +2,0 Std. |
| Heiße Tage (≥ 30 °C) | 2 T/Jahr | 0 T/Jahr | vernachlässigbar |
| Frosttage (< 0 °C) | 100 T/Jahr | 0 T/Jahr | -100 T/Jahr |
| Regentage (≥ 1 mm) | 161 T/Jahr | 77 T/Jahr | -84 T/Jahr |
| Mittlere relative Luftfeuchte | 78 % | 78 % | vernachlässigbar |
| Mittlerer Spitzenwind | 9,6 km/h | 26,3 km/h | +16,7 km/h |
Eine Differenz wird nur dann angegeben, wenn sie die Auflösung der Daten übersteigt. ERA5 ist eine Reanalyse auf einem Gitter von etwa 31 km: Zwei nahe beieinander liegende Städte fallen oft in dieselbe Zelle, und unterhalb eines halben Grades liest man das Gitter, nicht das Klima.