Genf oder Prag: Welches Klima?
Genf (Schweiz) hat den Klimatyp „Feuchtes Kontinentalklima mit warmem Sommer“, während Prag (Tschechien) den Klimatyp „Feuchtes Kontinentalklima mit warmem Sommer“ hat — nach der Klassifikation von Köppen-Geiger.
Die hier verglichenen Werte sind Klimanormalen, berechnet über 86 vollständige Kalenderjahre von 1940 bis 2025 auf Grundlage der ERA5-Reanalysen des Copernicus-Programms. Für Genf und Prag gelten dieselbe Methode und derselbe Zeitraum.
Genf und Prag haben dieselbe mittlere Jahrestemperatur, etwa 8,6 °C: Der Unterschied zwischen beiden Städten ist zu gering, um ihn vom Rauschen der Daten zu unterscheiden.
In Genf fällt mehr Niederschlag als in Prag: 1.405 mm pro Jahr gegenüber 647 mm.
Genf verzeichnet im Mittel 8,9 Sonnenstunden pro Tag, gegenüber 7,9 Stunden in Prag.
Genf hat sich zwischen 1940 und 2025 um +3,0 °C erwärmt, Prag dagegen um +2,5 °C. Genf erwärmt sich damit schneller als Prag. Beide Trends sind statistisch signifikant.
Genf verzeichnet im Mittel 2 heiße Tage (≥ 30 °C) und 100 Frosttage pro Jahr; Prag verzeichnet 6 und 89.
Daten aus den ERA5-Reanalysen (Copernicus Climate Change Service), weiterverbreitet unter der Lizenz CC-BY 4.0. Die Klimanormalen werden bei jeder Aktualisierung des Archivs neu berechnet.
| Indikator | Genf | Prag | Differenz |
|---|---|---|---|
| Mittlere Tagestemperatur | 8,6 °C | 8,8 °C | vernachlässigbar |
| Mittleres Tagesmaximum | 12,9 °C | 12,6 °C | vernachlässigbar |
| Mittleres Tagesminimum | 4,5 °C | 5,1 °C | +0,6 °C |
| Jahresniederschlag | 1.405 mm | 647 mm | -758 mm |
| Sonnenschein / Tag | 8,9 Std. | 7,9 Std. | -1,0 Std. |
| Heiße Tage (≥ 30 °C) | 2 T/Jahr | 6 T/Jahr | vernachlässigbar |
| Frosttage (< 0 °C) | 100 T/Jahr | 89 T/Jahr | -11 T/Jahr |
| Regentage (≥ 1 mm) | 161 T/Jahr | 130 T/Jahr | -31 T/Jahr |
| Mittlere relative Luftfeuchte | 78 % | 76 % | vernachlässigbar |
| Mittlerer Spitzenwind | 9,6 km/h | 15,9 km/h | +6,3 km/h |
Eine Differenz wird nur dann angegeben, wenn sie die Auflösung der Daten übersteigt. ERA5 ist eine Reanalyse auf einem Gitter von etwa 31 km: Zwei nahe beieinander liegende Städte fallen oft in dieselbe Zelle, und unterhalb eines halben Grades liest man das Gitter, nicht das Klima.