Istanbul oder Marrakesch: Welches Klima?
Istanbul (Türkei) hat den Klimatyp „Mediterranes Klima mit heißem Sommer“, während Marrakesch (Marokko) den Klimatyp „Heißes Steppenklima“ hat — nach der Klassifikation von Köppen-Geiger.
Die hier verglichenen Werte sind Klimanormalen, berechnet über 86 vollständige Kalenderjahre von 1940 bis 2025 auf Grundlage der ERA5-Reanalysen des Copernicus-Programms. Für Istanbul und Marrakesch gelten dieselbe Methode und derselbe Zeitraum.
Marrakesch ist im Jahresmittel um 4,2 °C wärmer als Istanbul: 18,7 °C gegenüber 14,5 °C.
In Istanbul fällt mehr Niederschlag als in Marrakesch: 697 mm pro Jahr gegenüber 289 mm.
Marrakesch verzeichnet im Mittel 11,0 Sonnenstunden pro Tag, gegenüber 9,5 Stunden in Istanbul.
Marrakesch hat sich zwischen 1940 und 2025 um +2,3 °C erwärmt, Istanbul dagegen um +1,6 °C. Marrakesch erwärmt sich damit schneller als Istanbul. Beide Trends sind statistisch signifikant.
Istanbul verzeichnet im Mittel 3 heiße Tage (≥ 30 °C) und 5 Frosttage pro Jahr; Marrakesch verzeichnet 114 und 1.
Daten aus den ERA5-Reanalysen (Copernicus Climate Change Service), weiterverbreitet unter der Lizenz CC-BY 4.0. Die Klimanormalen werden bei jeder Aktualisierung des Archivs neu berechnet.
| Indikator | Istanbul | Marrakesch | Differenz |
|---|---|---|---|
| Mittlere Tagestemperatur | 14,5 °C | 18,7 °C | +4,2 °C |
| Mittleres Tagesmaximum | 16,8 °C | 25,7 °C | +8,9 °C |
| Mittleres Tagesminimum | 12,5 °C | 12,5 °C | vernachlässigbar |
| Jahresniederschlag | 697 mm | 289 mm | -408 mm |
| Sonnenschein / Tag | 9,5 Std. | 11,0 Std. | +1,5 Std. |
| Heiße Tage (≥ 30 °C) | 3 T/Jahr | 114 T/Jahr | +111 T/Jahr |
| Frosttage (< 0 °C) | 5 T/Jahr | 1 T/Jahr | vernachlässigbar |
| Regentage (≥ 1 mm) | 105 T/Jahr | 54 T/Jahr | -51 T/Jahr |
| Mittlere relative Luftfeuchte | 76 % | 62 % | -14 % |
| Mittlerer Spitzenwind | 21,4 km/h | 13,7 km/h | -7,7 km/h |
Eine Differenz wird nur dann angegeben, wenn sie die Auflösung der Daten übersteigt. ERA5 ist eine Reanalyse auf einem Gitter von etwa 31 km: Zwei nahe beieinander liegende Städte fallen oft in dieselbe Zelle, und unterhalb eines halben Grades liest man das Gitter, nicht das Klima.