London oder München: Welches Klima?
London (Vereinigtes Königreich) hat den Klimatyp „Gemäßigtes Seeklima“, während München (Deutschland) den Klimatyp „Feuchtes Kontinentalklima mit warmem Sommer“ hat — nach der Klassifikation von Köppen-Geiger.
Die hier verglichenen Werte sind Klimanormalen, berechnet über 86 vollständige Kalenderjahre von 1940 bis 2025 auf Grundlage der ERA5-Reanalysen des Copernicus-Programms. Für London und München gelten dieselbe Methode und derselbe Zeitraum.
London ist im Jahresmittel um 1,3 °C wärmer als München: 10,2 °C gegenüber 8,9 °C.
In München fällt mehr Niederschlag als in London: 940 mm pro Jahr gegenüber 615 mm.
München verzeichnet im Mittel 8,1 Sonnenstunden pro Tag, gegenüber 7,5 Stunden in London.
München hat sich zwischen 1940 und 2025 um +2,4 °C erwärmt, London dagegen um +1,8 °C. München erwärmt sich damit schneller als London. Beide Trends sind statistisch signifikant.
London verzeichnet im Mittel 1 heiße Tage (≥ 30 °C) und 36 Frosttage pro Jahr; München verzeichnet 5 und 90.
Daten aus den ERA5-Reanalysen (Copernicus Climate Change Service), weiterverbreitet unter der Lizenz CC-BY 4.0. Die Klimanormalen werden bei jeder Aktualisierung des Archivs neu berechnet.
| Indikator | London | München | Differenz |
|---|---|---|---|
| Mittlere Tagestemperatur | 10,2 °C | 8,9 °C | -1,3 °C |
| Mittleres Tagesmaximum | 13,4 °C | 13,0 °C | vernachlässigbar |
| Mittleres Tagesminimum | 6,9 °C | 5,1 °C | -1,8 °C |
| Jahresniederschlag | 615 mm | 940 mm | +325 mm |
| Sonnenschein / Tag | 7,5 Std. | 8,1 Std. | +0,6 Std. |
| Heiße Tage (≥ 30 °C) | 1 T/Jahr | 5 T/Jahr | vernachlässigbar |
| Frosttage (< 0 °C) | 36 T/Jahr | 90 T/Jahr | +54 T/Jahr |
| Regentage (≥ 1 mm) | 123 T/Jahr | 155 T/Jahr | +32 T/Jahr |
| Mittlere relative Luftfeuchte | 80 % | 77 % | -3 % |
| Mittlerer Spitzenwind | 20,4 km/h | 14,9 km/h | -5,5 km/h |
Eine Differenz wird nur dann angegeben, wenn sie die Auflösung der Daten übersteigt. ERA5 ist eine Reanalyse auf einem Gitter von etwa 31 km: Zwei nahe beieinander liegende Städte fallen oft in dieselbe Zelle, und unterhalb eines halben Grades liest man das Gitter, nicht das Klima.