Marseille oder Warschau: Welches Klima?
Marseille (Frankreich) hat den Klimatyp „Mediterranes Klima mit heißem Sommer“, während Warschau (Polen) den Klimatyp „Feuchtes Kontinentalklima mit warmem Sommer“ hat — nach der Klassifikation von Köppen-Geiger.
Die hier verglichenen Werte sind Klimanormalen, berechnet über 86 vollständige Kalenderjahre von 1940 bis 2025 auf Grundlage der ERA5-Reanalysen des Copernicus-Programms. Für Marseille und Warschau gelten dieselbe Methode und derselbe Zeitraum.
Marseille ist im Jahresmittel um 6,4 °C wärmer als Warschau: 14,8 °C gegenüber 8,4 °C.
Marseille und Warschau erhalten vergleichbare Jahresniederschläge, in der Größenordnung von 657 mm.
Marseille verzeichnet im Mittel 10,4 Sonnenstunden pro Tag, gegenüber 7,2 Stunden in Warschau.
Warschau hat sich zwischen 1940 und 2025 um +2,4 °C erwärmt, Marseille dagegen um +1,8 °C. Warschau erwärmt sich damit schneller als Marseille. Beide Trends sind statistisch signifikant.
Marseille verzeichnet im Mittel 1 heiße Tage (≥ 30 °C) und 3 Frosttage pro Jahr; Warschau verzeichnet 5 und 99.
Daten aus den ERA5-Reanalysen (Copernicus Climate Change Service), weiterverbreitet unter der Lizenz CC-BY 4.0. Die Klimanormalen werden bei jeder Aktualisierung des Archivs neu berechnet.
| Indikator | Marseille | Warschau | Differenz |
|---|---|---|---|
| Mittlere Tagestemperatur | 14,8 °C | 8,4 °C | -6,4 °C |
| Mittleres Tagesmaximum | 17,3 °C | 12,0 °C | -5,3 °C |
| Mittleres Tagesminimum | 12,5 °C | 4,7 °C | -7,8 °C |
| Jahresniederschlag | 657 mm | 638 mm | vernachlässigbar |
| Sonnenschein / Tag | 10,4 Std. | 7,2 Std. | -3,2 Std. |
| Heiße Tage (≥ 30 °C) | 1 T/Jahr | 5 T/Jahr | vernachlässigbar |
| Frosttage (< 0 °C) | 3 T/Jahr | 99 T/Jahr | +96 T/Jahr |
| Regentage (≥ 1 mm) | 78 T/Jahr | 131 T/Jahr | +53 T/Jahr |
| Mittlere relative Luftfeuchte | 74 % | 78 % | +4 % |
| Mittlerer Spitzenwind | 25,5 km/h | 17,4 km/h | -8,1 km/h |
Eine Differenz wird nur dann angegeben, wenn sie die Auflösung der Daten übersteigt. ERA5 ist eine Reanalyse auf einem Gitter von etwa 31 km: Zwei nahe beieinander liegende Städte fallen oft in dieselbe Zelle, und unterhalb eines halben Grades liest man das Gitter, nicht das Klima.