Rio de Janeiro oder Warschau: Welches Klima?
Rio de Janeiro (Brasilien) hat den Klimatyp „Tropisches Monsunklima“, während Warschau (Polen) den Klimatyp „Feuchtes Kontinentalklima mit warmem Sommer“ hat — nach der Klassifikation von Köppen-Geiger.
Die hier verglichenen Werte sind Klimanormalen, berechnet über 86 vollständige Kalenderjahre von 1940 bis 2025 auf Grundlage der ERA5-Reanalysen des Copernicus-Programms. Für Rio de Janeiro und Warschau gelten dieselbe Methode und derselbe Zeitraum.
Rio de Janeiro ist im Jahresmittel um 15,0 °C wärmer als Warschau: 23,4 °C gegenüber 8,4 °C.
In Rio de Janeiro fällt mehr Niederschlag als in Warschau: 1.270 mm pro Jahr gegenüber 638 mm.
Rio de Janeiro verzeichnet im Mittel 9,6 Sonnenstunden pro Tag, gegenüber 7,2 Stunden in Warschau.
Warschau hat sich zwischen 1940 und 2025 um +2,4 °C erwärmt, Rio de Janeiro dagegen um +1,5 °C. Warschau erwärmt sich damit schneller als Rio de Janeiro. Beide Trends sind statistisch signifikant.
Rio de Janeiro verzeichnet im Mittel 57 heiße Tage (≥ 30 °C) und 0 Frosttage pro Jahr; Warschau verzeichnet 5 und 99.
Daten aus den ERA5-Reanalysen (Copernicus Climate Change Service), weiterverbreitet unter der Lizenz CC-BY 4.0. Die Klimanormalen werden bei jeder Aktualisierung des Archivs neu berechnet.
| Indikator | Rio de Janeiro | Warschau | Differenz |
|---|---|---|---|
| Mittlere Tagestemperatur | 23,4 °C | 8,4 °C | -15,0 °C |
| Mittleres Tagesmaximum | 26,5 °C | 12,0 °C | -14,5 °C |
| Mittleres Tagesminimum | 20,9 °C | 4,7 °C | -16,2 °C |
| Jahresniederschlag | 1.270 mm | 638 mm | -632 mm |
| Sonnenschein / Tag | 9,6 Std. | 7,2 Std. | -2,4 Std. |
| Heiße Tage (≥ 30 °C) | 57 T/Jahr | 5 T/Jahr | -52 T/Jahr |
| Frosttage (< 0 °C) | 0 T/Jahr | 99 T/Jahr | +99 T/Jahr |
| Regentage (≥ 1 mm) | 157 T/Jahr | 131 T/Jahr | -26 T/Jahr |
| Mittlere relative Luftfeuchte | 81 % | 78 % | -3 % |
| Mittlerer Spitzenwind | 16,9 km/h | 17,4 km/h | vernachlässigbar |
Eine Differenz wird nur dann angegeben, wenn sie die Auflösung der Daten übersteigt. ERA5 ist eine Reanalyse auf einem Gitter von etwa 31 km: Zwei nahe beieinander liegende Städte fallen oft in dieselbe Zelle, und unterhalb eines halben Grades liest man das Gitter, nicht das Klima.