Stockholm oder Zürich: Welches Klima?
Stockholm (Schweden) hat den Klimatyp „Feuchtes Kontinentalklima mit warmem Sommer“, während Zürich (Schweiz) den Klimatyp „Gemäßigtes Seeklima“ hat — nach der Klassifikation von Köppen-Geiger.
Die hier verglichenen Werte sind Klimanormalen, berechnet über 86 vollständige Kalenderjahre von 1940 bis 2025 auf Grundlage der ERA5-Reanalysen des Copernicus-Programms. Für Stockholm und Zürich gelten dieselbe Methode und derselbe Zeitraum.
Zürich ist im Jahresmittel um 2,9 °C wärmer als Stockholm: 9,3 °C gegenüber 6,4 °C.
In Zürich fällt mehr Niederschlag als in Stockholm: 1.375 mm pro Jahr gegenüber 562 mm.
Zürich verzeichnet im Mittel 8,6 Sonnenstunden pro Tag, gegenüber 7,8 Stunden in Stockholm.
Zürich hat sich zwischen 1940 und 2025 um +2,7 °C erwärmt, Stockholm dagegen um +1,9 °C. Zürich erwärmt sich damit schneller als Stockholm. Beide Trends sind statistisch signifikant.
Stockholm verzeichnet im Mittel 0 heiße Tage (≥ 30 °C) und 118 Frosttage pro Jahr; Zürich verzeichnet 4 und 76.
Daten aus den ERA5-Reanalysen (Copernicus Climate Change Service), weiterverbreitet unter der Lizenz CC-BY 4.0. Die Klimanormalen werden bei jeder Aktualisierung des Archivs neu berechnet.
| Indikator | Stockholm | Zürich | Differenz |
|---|---|---|---|
| Mittlere Tagestemperatur | 6,4 °C | 9,3 °C | +2,9 °C |
| Mittleres Tagesmaximum | 9,3 °C | 13,1 °C | +3,8 °C |
| Mittleres Tagesminimum | 3,5 °C | 5,8 °C | +2,3 °C |
| Jahresniederschlag | 562 mm | 1.375 mm | +813 mm |
| Sonnenschein / Tag | 7,8 Std. | 8,6 Std. | +0,8 Std. |
| Heiße Tage (≥ 30 °C) | 0 T/Jahr | 4 T/Jahr | vernachlässigbar |
| Frosttage (< 0 °C) | 118 T/Jahr | 76 T/Jahr | -42 T/Jahr |
| Regentage (≥ 1 mm) | 117 T/Jahr | 171 T/Jahr | +54 T/Jahr |
| Mittlere relative Luftfeuchte | 80 % | 78 % | vernachlässigbar |
| Mittlerer Spitzenwind | 18,2 km/h | 9,4 km/h | -8,8 km/h |
Eine Differenz wird nur dann angegeben, wenn sie die Auflösung der Daten übersteigt. ERA5 ist eine Reanalyse auf einem Gitter von etwa 31 km: Zwei nahe beieinander liegende Städte fallen oft in dieselbe Zelle, und unterhalb eines halben Grades liest man das Gitter, nicht das Klima.